Umgestaltung Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Foto: MA 28/ Franz Kainacher

Wer?

Stadt Wien, Magistratsabteilung 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau (3)
www.wien.gv.at/verkehr/strassen/

Wo?

Johann-Nepomuk-Berger-Platz, 1160 Wien

Was?

Der Johann-Nepomuk-Berger Platz wird von der Straßenbahnlinie 2, 9 und 44 gequert:

  • Die Linie 2 über die Ottakringer Straße und Neulerchenfelder Straße mit den Endstellen
  • Ottakring (Erdbrustgasse) und Friedrich Engelsplatz.
  • Die Linie 9 verläuft über die Taubergasse bzw. Rosensteingasse und Feßtgasse mit den
  • Endstellen Wallrißstraße und Westbahnhof.
  • Die Linie 44 verläuft über die Taubergasse bzw. Rosensteingasse und die Ottakringer Straße
  • mit den Endstellen Dornbach (Güpferlingstraße) und Schottentor.

Hinsichtlich des Individualverkehrs erfüllt der Platz derzeit eine Knoten- bzw. Durchleitungsfunktion. Die bedeutenden Verkehrsrelationen sind die nördlich des Platzes vorbeiführende Ottakringer Straße und die Anschlussachsen Neulerchenfelder Straße, Feßtgasse und auf Seite des 17. Bezirks jeweils in Einbahnführung die Rosensteingasse und Taubergasse.

Die Verkehrsflächen an der südlichen Seite des Platzes bzw. des Parks (verlängerte Abelegasse und Eckmüllnergasse) dienen vorwiegend der lokalen Erschließung des Wohngebietes und dem „ruhenden Verkehr“. Die Parkanlage bzw. die beiden EPK- gewidmeten Flächen (900m² und 1910m²) sind optisch und räumlich durch die Straßenbahntrasse der Linie 2 und die Fahrbahn in Verlängerung der Neulerchenfelder Straße voneinander getrennt und zusätzlich von Verkehrsflächen eingerahmt. Auf der kleineren der beiden Flächen stehen ein Kiosk und eine Mariensäule (in Obhut der MA 7). Die Grünflächen selbst sind erhöht angelegt, mit Mauern eingefasst und gelegentlich von Zugängen zu den wenig attraktiven Platzgestaltungsflächen mit
Sitzmöglichkeiten durchbrochen. Die Nutzung der „zerstückelten“ relativ „dunklen“ Parkflächen ist auf „Grün“ und einige wenigen Sitzmöglichkeiten begrenzt.

Ausgangspunkt für die Umgestaltung des Johann-Nepomuk-Berger Platzes ist der Verbesserungsbedarf in der Netzstruktur des Straßenbahnbetriebes durch die Wiener Linien. Demnach bestanden Defizite durch die weitgehend parallelen Führungen der Linien 2 mit 46 und 44 mit 43 und fehlende Direktverbindungen und Anschlüsse zu Knotenpunkten (U-Bahn). Zum Beispiel fehlt dem Einzugsgebiet „Wilhelminenstraße“ mit der Linie 44 ein attraktiver Anschluss an die U6.

Durch die flächendeckenden umfangreichen Bauarbeiten am Platz und die Auflassung der den Platz teilenden Gleisanlage der Linie 2 ergibt sich die Gelegenheit zu einer gestalterischen und funktionalen Aufwertung der östlich der „Ottakringer Brauerei“ gelegenen zentralen Parkanlage inklusive den angrenzenden Nebenstraßen. Projektziele:

  • Schaffung eines gestalterischen und funktionellen Mehrwerts im Vergleich zum jetzigen Bestand.
  • Verbindung der beiden Grünflächen zu einem großen einheitlichen Platz unter Einbeziehung der angrenzenden Verkehrsflächen
  • weitgehende Übernahme des vorhandenen Baumbestandes in das neue Gestaltungskonzept
  • Nutzungsvielfalt
  • barrierefreie Ausgestaltung des Straßenraums
  • Verschiedene Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund sollen angesprochen und soziale integrative Prozesse gefördert werden.
  • Zur Erreichung einer möglichst hohen Akzeptanz und persönlichen Identifikation mit dem Freiraumprojekt, ist beabsichtigt die Ausgestaltung mit den AnrainerInnen und den zukünftigen NutzerInnen gemeinsam mit den Fachdienststellen im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahren zu erarbeiten und nach Maßgabe der technischen, verkehrsorganisatorischen und finanziellen Möglichkeiten umzusetzen.

 

Weitere Informationen

http://platzgestalten.gbstern.at/

Gesamtinvestition

Magistratsabteilung 28:
Gesamtkosten EUR1.614.000 davon EU-Anteil EUR 769.500

Wiener Linien:
Gesamtkosten EUR 7.922.677,69 davon EU-Anteil EUR 3.961.333,84

 

Gefördert aus

Europäischer Fonds für regionale Entwicklung