Wien war die letzte Station der Veranstaltungsserie “Europa in meiner Schule”, wo am 4. Mai 2026 im Wiener Rathaus über 150 Schülerinnen und Schüler zusammenkamen um sich einen Tag lang mit der Europäischen Union zu befassen. Bürgermeister Michael Ludwig begrüßte die Jugendlichen und verwies nicht nur auf die historische Bedeutung der Europäischen Union hin, sondern auch darauf, dass sich die EU uns allen in Form von geförderten Projekten zeigt. Er verwies auf EU-geförderte Projekte und wie diese Wien prägen und zur hohen Lebensqualität der Stadt beitragen.
Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling, Stadträtin für Bildung und Jugend, spann den Bogen zwischen Bildungspolitik und Demokratie und betonte, dass junge Menschen ihre Stimme nutzen sollen um mitzuentscheiden in welche Richtung sich Europa entwickeln soll. Diesen Gedanken griff auch Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Wien, auf, indem er auf die wichtige Rolle der Jugend für die Zukunft der EU einging und auf die Chancen verwies, welche sie jungen Menschen bietet. In einem waren sich alle Redner einig: die Europäischen Union ist das, was wir daraus machen!
Im Anschluss zeigte Daniel Al-Kayal von der Stadt Wien in einem Referat auf, wie Wien durch eine Vielzahl von Maßnahmen - vom Sonnenstrom auf U-Bahndächern über den Reperaturbonuns bis zur Renaturierung und Klimawandelanpassung - erfolgreich Ökologie mit Ökonomie und Sozialem verbindet. Neben der Einsparung von CO2 wird damit die Lebensqualität in Wien für alle erhalten. Übrigens: die ersten Solarpanele auf der U-Bahn-Station Ottakring wurden in einem Pilotprojekt durch eine Förderung der EU ermöglicht….
Danach kamen die Jugendlichen zu Wort: an den 15 Thementischen des World Café konnten sie Ihre Meinung zu verschiedensten Fragestellungen einbringen und mit Expertinnen und Experten diskutieren. Warum ist Kunst & Kultur für uns, die Gesellschaft und die EU wichtig? Wie tragen EU-geförderte Projekte zu einer nachhaltigen Mobilität bei? In welchen Bereichen sollte die EU noch mehr investieren und wofür würden sie sich engagieren, wären sie Mitglied im Europäischen Parlament? Auf besonderes Interesse stießen auch die vielfältigen Angebote der Europäischen Union für Jugendliche - von der Schülerreise bis zum Praktikum und den vielen Jobmöglichkeiten in den EU-Institutionen. Das Feedback nach den Diskussionen zeigte auf, dass beide Seiten - Schüler:innen und Expert:innen - viel mitnehmen konnten.
Nach einer kurzen Mittagspause machten sich die Jugendlichen in Kleingruppen auf den Weg durch die Stadt - der Actionbound führte sie zu entlang von nachhaltigen EU-Förderprojekten quer durch die Stadt. Die Projekte stellten sich über Videos vor, wer gut aufgepasst hat konnte die anschließenden Fragen ohne Problem beantworten. Da die Entfernungen in Wien doch etwas größer sind, wurden auch die Wiener Öffis genutzt, die Fahrtzeit wurden durch zusätzliche Challanges und Quizes verkürzt. Nach knappen 2 Stunden trafen die meisten der 25 teilnehmenden Gruppen bei der letzten Station in Stadtpark ein. Die Gruppe “Kis” aus dem Bernoulligymnasium ging mit einem Highscore von 6499 Punkten als Sieger hervor - eine tolle Leistung denn die Aufgaben waren durchaus anspruchsvoll! Im Endeffekt waren alle Sieger und Siegerinnen und erhielten einen gut gefüllten goody-bag.
Ihr wollt auch gerne mit Klassenkolleg:innen oder Freund:innen die Schnitzeljagd durch Wien spielen? Dann einfach die App herunterladen, QR-Code einscannen und los geht's… Viel Spaß!
Historsiche Parks sind nicht nur erhaltenswertes Kulturerbe sondern auch bedeutende Erholungsräume für die lokale Bevölkerung und touristische Ziele. Aufgrund ihrer Lage in Stadtzentren sind sie zunehmend dem Druck durch Klimawandel, Urbanisierung und steigender Besucherzahlen ausgesetzt. In der österreichisch-slowakischen Grenzregion werden betroffene Parks - wie zB in Schönbrunn, Eisenstadt und Stupava - durch zahlreichen Maßnahmen zukunftsfit gemacht und so auch für die nächste Generation bewahrt. Näheres zu dem Projekt lest ihr hier oder erfahrt ihr im Video. Von der EU gefördert wird das Projekt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch das grenzüberschreitende INTERREG Programm Österreich-Slowakei.
Unter dem Motto “Diversität als Superkraft” werden Pädagoginnen und Pädagogen in diesem Projekt dabei unterstützt, Diversität in ihren Klassen als positive Ressource zu nutzen. Es werden spezielle Trainingsprogrammean an Schulen mit einem hohen Anteil an multikulturellen Klassen angeboten. Durch diese werden zum einen Schüler:innen individuell gefördert und in ihrer Integragion unterstützt und zum anderen wird das interkulturelle Verständnis der Klassengemeinschaft gestärkt. Mehr zur Culture School gibt es im Video. Informationen für interessierte Schulen gibt es hier, das Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) kofinanziert.
Ballungsräume wie Wien haben einen hohen Energiebedarf. Um Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit zu vereinen, wird in der Modellregion ein innovatives Gesamtsystem zur Nutzung von grünem Wasserstoff entwickelt insbesondere für den Bereich der Mobilität. Das Resultat: bereits 20 Wasserstoffbusse sind bis dato in der Stadt unterwegs, bis 2030 sollen insgesamt 19.850 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Gefördert wird das Projekt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), nähere Infos gibt es hier oder im Video.
“Blün” ist eine Gruppe von engagierten Landwirten in Wien, die ihre Betriebe ressourcenschonend und biologisch führen. Gemeinsam betreibt Blün die erste kommerzielle Aquaponik-Anlage Österreichs, in der Fische und Gemüse im Kreislauf produziert werden. Das spart bis zu 90 % Wasser und vermeidet die Verwendung von Kunstdünger. Der Neubau der Kreislauf-Fischanlage wurde mit Mitteln des Fischereifonds (EMFAF) kofinanziert, mehr zu diesem Projekt findet ihr auf der Webseite von Blün.
Der Learning Circle ist die digitale 1:1 Lernbegleitung für Kinder zwischen 9 und 15 Jahren, die für alle leistbar ist. Das Angebot umfasst klassische Nachhilfe in Kombination mit persönlichem Coaching, was zu nachhaltigen Lernerfolgen führt und das Kind bei schulischen und persönlichen Herausforderungen ganzheitlich stärkt. Finanziert wird dieses Projekt vom Europäischen Sozialfonds ESF+. Nähere Informationen findet ihr im Video oder unter diesem Link.
Die österreichischen Nationalparks bewahren unser wertvolles Naturerbe und tragen maßgeblich zum Schutz der Biodiversität sowie zum nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen bei. Um auch zukünftige Generationen für den Naturschutz zu begeistern, ist es entscheidend, die jüngere Zielgruppe in ihrer digitalen Lebenswelt zu erreichen. Das Projekt "Digitale Naturabenteuer" zielt darauf ab, innovative und interaktive Kommunikationswege zu nutzen, um Jugendliche und junge Erwachsene für die Themen Natur, Umweltschutz und die Bedeutung der Nationalparks zu sensibilisieren. Näheres zu diesem aus dem GAP-Strategieplan geförderte Projekt im Video oder unter diesem Link.
Dieser Park ist eine zentrale Grün- und Erholungsfläche im 7. Bezirk und wird von vielen Menschen genutzt. Die intensive Nutzung hinterließ Spuren, dank finanzieller Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) konnte eine großangelegte Umgestaltung realisiert werden. Unter Einbeziehung der Bevölkerung wurden viele Maßnahmen entwickelt, mit dem Ziel offene, barrierefreie und konfliktfreie Kommunikation für jung und alt zu fördern. Der alte Baumbestand wurde selbstverständlich erhalten. Nähere Infos zur Umgestaltung findet ihr hier oder im Video.
Wasserstoff spielt auch an der Grenze zwischen Österreich und Ungarn eine Rolle. Das Projekt HySIS ist eine grenzüberschreitende Kooperation von Wien Energie, um die Dekarbonisierung mithilfe grünen Wasserstoffs voranzutreiben und schwer elektrifizierbare Sektoren klimaneutral zu machen. Durch eine gemeinsame Wasserstoffstrategie für die AT-HU-Grenzregion wird die Grundlage für einen grünen Wasserstoffkorridor geschaffen, der Energiesicherheit stärkt, wirtschaftliches Wachstum fördert und zur Erreichung der EU-Klimaziele beiträgt. Gefördert wird das Projekt aus dem INTERREG-Programm Österreich-Ungarn - und was HySisi mit Kaiserin Sisi zu tun hat, erfahrt ihr im Video…
Fotos: ÖROK/APA-Fotoservice/Martin Hörmandinger
Wenn ihr mehr über EU-Förderungen in Wien erfahren möchtet oder ihr Fragen, Ideen zur Union oder sonstige Anliegen zur EU habt, die Informationsstelle EUROPE DIRECT Wien hat immer ein offenes Ohr für euch!
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